Erstes Mal CT

Hallo erst mal, ihr Lieben und nicht ganz so Lieben.

Da ich gefragt wurde, ob ich nicht mal einen Erfahrungsbericht schreiben wolle und ich zugesagt habe, habt ihr nun die Möglichkeit euch diesen Erfahrungsbericht durchzulesen.

Vorab möchte ich klarstellen, dass alle meine Aussagen natürlich rein subjektiv sind und jeder Mensch anders denkt und fühlt, dennoch hoffe ich, dass ich euch mit dem Erfahrungsbericht helfen kann.

Viel Vergnügen beim Lesen.

Entschluss zum CT

Ja, was hat mich dazu bewegt am CT teilzunehmen?

Da ich schon seit ca. anderthalb Jahren im Forum, Chat und auch auf Stammtischen der SMJG unterwegs war und mein Partner auch noch OP im Chat ist und selbst immer von den CT geschwärmt hat, habe ich mich 2015 zum ersten Mal entschieden, am Channeltreffen teilzunehmen. Anfangs war ich noch nicht vollständig davon überzeugt, da ich die Befürchtung hatte, dass es zu laut werden könnte oder zu chaotisch, dennoch konnte ich mir ins Gedächtnis rufen, dass ich nichts zu verlieren hatte.

Ankunft

Als wir ankamen, herrschte bereits gute Stimmung. Viele Leute – einige die man kannte, andere die einem fremd waren – tummelten sich entweder auf der Wiese vor dem Haus, am Eingang oder im Aufenthaltsraum. Das erste was getan wurde? Die Schuhe wurden ausgezogen und man trug sich für einen „Putzdienst“ ein und meldete seine Ankunft. Auf einem Tischchen lagen die geforderten Namensschildchen, von denen man sich sein eigenes rauspicken konnte.

Was hat es mit dem „Putzdienst“ auf sich?

Was es mit dem „Putzdienst“ auf sich hat? Nun, das ist relativ einfach zu beantworten und halb so schlimm, wie ihr jetzt vielleicht denken mögt. Nein, man muss nicht das gesamte Wochenende putzen, auch wenn es von Vorteil wäre, wenn man auf Hygiene achtet. Haare im Abfluss, im Waschbecken etc. und das Absehen von der Benutzung von Klobürsten sollten möglichst unterlassen werden. Aber um nicht abzuschweifen – man hat die Möglichkeit sich für eine bestimmte Zeit am Wochenende einzutragen. Sei es nun für das Spülen am Freitagabend, Samstagmorgen, Samstagmittag und so weiter, oder eben für das Putzen. Der Putztrupp kümmert sich dann eher darum, dass die Tische, der Boden, die Toiletten etc. sauber sind.

Ich persönlich hatte mich für das Putzen der Toiletten am Sonntagmorgen eingetragen. Und tatsächlich – mit den freundlichen Helfern war es sogar unterhaltsam.

Verlauf

Freitag

Nachdem wir - mehr oder weniger – alle Leute begrüßt hatten, haben wir unsere Koffer in unser Zimmer geschleppt und unsere Betten bezogen. (Das ist den Zimmergenossen gegenüber einfach aufmerksam, da man wohl kaum um 03.00Uhr seine Nachbarn mit angeschaltetem Licht und Geräuschen belästigen möchte. Leute wollen verständlicherweise schlafen und daran haben wir gedacht. Außerdem hat man anschließend nicht mehr immer im Hinterkopf, dass dies noch erledigt werden muss.)

Angeregte Unterhaltungen, Tollereien und Begrüßungen folgten, die bis zum Abendessen hin nicht abklangen. Auch während des Essens wurde sich unterhalten, allerdings nicht mehr so laut und vor allem nicht mehr so verspielt. (Beim Essen wird nun mal nicht gespielt… nein, nicht nur was „dieses“ spielen anbelangt. ^^)

Nach dem Essen stand für einige der Spül – oder Putzdienst an, die anderen unterhielten sich einfach weiter und spielten Spiele. Gegen Mitternacht dann gingen einige entweder ins Bett, blieben im Aufenthaltsraum, oder gingen nach unten in den Keller, um Werwolf zu spielen. (Werwolf ist ein sehr witziges Spiel, das für große Runden gedacht ist.) Der Keller ist kein wirklicher Keller, sondern ähnelt eher einem Aufenthaltsraum mit Wohlfühlfaktor. Viele Sofas, Sessel und auch weitere Sitzgelegenheiten machen das Ganze noch gemütlicher. An besagtem Raum, grenzt ein kleiner Nebenraum an, in dem ein Billardtisch steht, der auch von vielen im Laufe des Wochenendes genutzt wurde.

Samstag

Der Samstag begann für einige sehr früh. Einige mussten früh Brötchen holen, andere standen erst gegen 9 Uhr auf, um noch frühstücken zu können, da das Frühstück bis 10.30 Uhr stand.

Ich muss ehrlich sagen, dass ich sehr enthusiastisch war, als ich aufstand. Zu wissen, dass man sich gleich zu unzähligen freundlichen, heiteren Menschen begeben würde, hob die Stimmung an. Da ich sehr gut hatte schlafen können, war ich auch noch gut ausgeschlafen, was natürlich einiges einfacher machte. Die Betten waren bequem und die Zimmer mehr als in Ordnung. Das Frühstück war sehr angenehm und ausgelassen und nachdem der Spül – und Putzdienst seinen Aufgaben nachgegangen war, fanden auch schon die Workshops statt, worauf sich wohl jeder gefreut hat. Es waren vollkommen unterschiedliche Workshops, die nicht nur lehrreich waren, sondern auch noch Freude gemacht haben. Leute haben sich untereinander ausgetauscht und das hat natürlich neue Freundschaften begünstigt. Aus einer ganzen Liste an Workshops, konnte man sich dann die aussuchen, für die man sich interessierte. Da einige Workshops zur gleichen Zeit stattfanden, musste man sich überlegen, wo das eigene Interesse größer war, was ich allerdings nicht wirklich als Makel angesehen habe. Anders wäre es nicht machbar gewesen und der Kopf nimmt auch nicht unzählige von Informationen an einem Tag auf, weswegen ich es vollkommen in Ordnung fand. Nach den Workshops wurde wieder Freizeitbeschäftigungen nachgegangen und zu Abend gegessen. Gegen 22 Uhr fand dann die Party im Keller statt. Musik wurde aufgelegt, die Beleuchtung wurde gedämpft und die Leute konnten tanzen oder sich unterhalten. Wer nicht in Partystimmung war, der hatte oben die Möglichkeit Werwolf, Kartenspiele etc. zu spielen.

Sonntag

Der Sonntagmorgen war ganz nach meinem Geschmack – ein wenig stressig. Der Gedanke daran, dass das Wochenende vorbei war, war nicht sonderlich erfreulich, einfach weil man die Gesellschaft der Leute so genossen hatte. Zwischen packen, Bettzeug abziehen, sich zurechtmachen, frühstücken und dem Putzdienst nachgehen, blieb allerdings noch Zeit, um sich mit Freunden zu unterhalten und zu spaßen. Die Feedbackrunde fiel gut aus und alles in allem, lief alles problemlos. Der Abschied von einigen fiel nicht leicht, allerdings wusste man, dass man weiterhin Kontakt halten können und dass auch nächstes Jahr noch ein CT stattfinden würde. Leichte Melancholie aber auch Freude begleiteten mich auf dem Heimweg.

Anmerkungen und Empfehlungen

  • Nehmt bitte Kleidung mit, die ihr auf einer Party anziehen würdet, da – wie oben zu lesen – eine Party Samstagabends stattfindet.

  • Empfehlenswert wäre es, wenn ihr bereits Kontakte in der SMJG knüpfen konntet, sei es nun durch den Chat, das Forum oder die Stammtische, da ihr euch dann nicht ganz so unwohl fühlt.

  • BITTE achtet auf eure Mitmenschen und Hygiene. Überlegt, ob es tatsächlich zu viel Aufwand wäre, wenn man seine Haare einfach mal aus dem Sieb nehmen oder aus dem Waschbecken wischen würde und ob man sein Bett nicht doch bereits bei der Ankunft beziehen könnte. Wenn viele Menschen aufeinandertreffen und sich auch noch Bäder und Schlafzimmer teilen, muss jeder mitdenken.

So, ich hoffe, dass ich euch einen kleinen Überblick liefern und euch von dem CT überzeugen konnte. Ich persönlich würde immer wieder zum CT fahren und euch nahelegen, auch mal über eine Teilnahme nachzudenken.

Liebe Grüße

Ana alias Katzendame